Kadett / Astra Chronik


Die Seite hier zeigt eine Fotostrecke der Modellreihe Kadett / Astra und zeigt u.a. Vorgeschmack auf das neue Modell.
Sie ist Stand vom Sep 2008. © Adam Opel GmbH


Der neue Astra J steht ab 17.09.2009 auf der IAA im Rampenlicht. Er ist dann bereits die zehnte Generation der Opel-Kompaktklasse -
wer nachgezählt hat und sich wundert, sei auf den ersten Kadett hingewiesen, der während des Zweiten Weltkrieges noch vor dem Kadett A von 1962 gebaut wurde ;-)

Der kommende Astra wird sich stark an die Vorgaben des Insignia anlehnen - oder, wie Opel-Marketing-Chef Alain Visser es formuliert:
"Der nächste Astra trägt den Geist des Insignia in die Kompaktklasse." Eingeführt wird das Auto zunächst als Schrägheck-Fünftürer; Dreitürer und Kombi werden folgen, mutmaßlich auch wieder ein Cabrio. Das Design wird sich dabei am Mittelklasse-Vorbild orientieren, soll aber etwas sportlicher verfeinert werden.

Auch für den Innenraum mit dem flügelförmigen Schwung, der Instrumententräger und Tür verbindet, steht der Insignia Pate, ebenso wird das pfeilförmige Tagfahrlicht, das AFL-Scheinwerfersystem mit seinen verschiedenen Lichtmodi und auch das "Opel Eye", die Spurverlassenswarnung inklusive Verkehrszeichen-Erkennung, den Weg in den Astra finden.


Der neue Opel Astra zeigt sich bisher nur getarnt

Premiere feiert der Astra J auf der IAA Mitte September 2009. Das vom Insignia adaptierte Tagfahrlicht in Häkchen-Optik ist das einzige, was Opel zum jetzigen Zeitpunkt zeigen mag.

Die Montage zeigt den künftigen Astra schon recht gut

Aktuell seit 2004 ist der Astra H, den es nicht nur als Fünftürer gibt, sondern auch

... als Kombi und Limousine sowie als besonders sportlichen Dreitürer alias GTC und als Coupé-Cabrio alias TwinTop

Der Astra G wurde zwischen 1998 und 2004 gebaut. Neben Kombi, Cabrio, Limousine und

... Dreitürer gab es auch eine eigenständige, von Bertone gezeichnete Coupé-Variante. Insgesamt liefen (und laufen noch heute in Polen) knapp vier Millionen Exemplare von den Bändern

Erstmals unter dem Namen Astra erscheint 1991 das bis heute meistverkaufte Opel-Modell aller Zeiten: 4,13 Millionen Fahrzeuge werden bis 1997 gefertigt. Der Astra F war ein stimmiges Auto

Mit diesem Modell startet Opel im Beisein des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl die Produktion in Eisenach

Der letzte Kadett wird zwischen 1984 und 1991 knapp 3,8 Millionen Mal gebaut, erstmals auch als Cabrio

Das »Mäusekino« ist unbeliebt und wird bald durch herkömmliche Instrumente ersetzt

Der Kadett D steht für die Epoche zwischen 1979 und 1984 und für das erste Frontantriebs-Modell. In Großbritannien wird er bereits als Vauxhall Astra verkauft

Auch vor bald 30 Jahren waren Presse- und Werbefotos ähnlich arrangiert wie heute

Der C-Kadett wird von 1973 bis 1979 rund 1,7 Millionen Mal gebaut

Es gibt ihn auch als Kombi – angesprochen waren vor allem Handwerker – und ab 1975 als

... sogenannten Kadett city: 20 Zentimeter kürzer, aber mit Heckklappe

Opel Kadett B: In unzähligen Varianten zwischen 1965 und 1973 gebaut, verkauft Opel 2,6 Mio. Einheiten

Die Autos haben sich stärker verändert als die Mädels, wie das Foto aus Großbritannien anschaulich zeigt

Kein Witz: Den heute von Volkswagen besetzten Slogan »Das Auto« nutzte Opel schon 1969

Beginn einer neuen Ära: Der Kadett A erscheint 1962 – der erste Opel aus dem Werk Bochum. Die Motoren leisten 40 und 48 PS, der Einstandspreis liegt bei knapp 2.600 – D-Mark

Im Frühling 1963 folgt der Caravan, im Herbst ein Coupé

Noch ohne Buchstaben, aber schon unter dem Namen Opel Kadett rollt die erste Generation während des Zweiten Weltkriegs vom Band

 © Adam Opel GmbH

Kurzcharakteristik:

Chronik Opel Kadett D:

1936: Die erste Generation des Kadett wird vorgestellt, Opel ist größter deutscher Automobilhersteller

1962: In einem neu errichteten Werk in Bochum läuft als zweite Generation der Opel Kadett A vom Band

1965: Start für den Opel Kadett B, die dritte Generation der Kadett-Baureihe

1973: Die vierte Generation, der Opel Kadett C, ist ein erfolgreiches Weltauto des GM-Konzerns, das unter vielen unterschiedlichen Marken auf allen Kontinenten gebaut wird

1974: Der Volkswagen Golf definiert die Kompaktklasse neu. Entwicklungsbeginn für den Kadett D mit Vorderradantrieb und Quermotoren

1979: Im August Serienanlauf des Kadett D im Werk Bochum als Nachfolger des Kadett C mit Hinterradantrieb. Publikumspremiere im September auf der IAA Frankfurt und dies als zwei- und viertürige Schrägheck-Limousine mit klassischem Kofferraum bzw. drei- und fünftürige Schräghecklimousine mit Heckklappe sowie drei- und fünftüriger Kombiversion Caravan. Ausstattungslinien sind Standard, L (Luxus), Berlina und SR (für Zweitürer), Caravan auch als Voyage (ab 1980). Marktstart noch im September zu Preisen von 10.745 bis 13.190 Mark. Im November feiert der Kadett D seine Markteinführung als Rechtslenker in Großbritannien, wo er parallel zum im März 1980 lancierten Vauxhall Astra (erster Vauxhall mit Frontantrieb) angeboten wird, der dort den Vauxhall Viva ersetzt und anfangs in Bochum gebaut wird. Der Vauxhall Astra ist auch als Nutzfahrzeug-Kastenwagen erhältlich, dies unter dem Namen Bedford Astravan. Weiterhin im General-Motors-Programm bleibt der Kleinwagen Chevette mit Hinterradantrieb und auf Basis des Kadett C. Der Chevette wird in Großbritannien von Vauxhall gebaut und in Deutschland von Opel-Händlern vermarktet bis 1983, dann wird er vom Corsa ersetzt

1980: Im Frühjahr 1980 ergänzt der Kadett 1.2 S mit 60 PS das Programm. Markenpokal ONS-Kadett-Cup mit 1.3-S-Modellen geht in die erste Saison. In Großbritannien erreicht das Duo aus Opel Kadett/Vauxhall Astra Platz zwei der Zulassungsstatistik in der Kompaktklasse vor dem Austin Allegro, aber hinter dem Ford Escort mit konventionellem Antrieb. Ab August alle Kadett/Astra serienmäßig mit Kopfstützen, Bremskraftverstärker, Rückfahrscheinwerfer und längerer Achsübersetzung zugunsten günstigerer Verbrauchswerte. Ab Ausstattung Kadett L sind Halogenscheinwerfer serienmäßig

1981: In Ellesmore Port/Großbritannien beginnt die lokale Fertigung des Vauxhall Astra. Neues Automatikgetriebe und 1,6-Liter-S-Motor mit kontaktloser Transistorzündung ab August verfügbar. Auf der Frankfurter IAA debütiert das Forschungsfahrzeug Opel Tech 1 im Rahmen des vom Bundesministeriums für Forschung und Technologie ausgeschriebenen Projekts „Auto 2000“. Der aerodynamisch ausgefeilte und energieeffiziente Opel Tech 1 basiert auf dem Kadett D

1982: Ab Januar ist der 1,6-Liter-Diesel aus dem neuen Motorenwerk in Kaiserslautern lieferbar. Neues Einstiegsmodell Kadett „J“. Außerdem ist der Kadett D während seiner Laufzeit in verschiedenen Editionen lieferbar, bekannt sind besonders Corsa (Debüt auf der IAA 1981 als Namenstest für den späteren Kleinwagen Corsa), Diesel, GLS und Caravan Pirsch. Ab Juli verlängert Opel die Wartungsintervalle von 10.000 auf 15.000 Kilometer, damals wegweisend. Im August kleines Facelift an Kühlergrill und Frontscheinwerfern

1983: Im Januar werden die Golf-GTI-Herausforderer Opel Kadett GTE und Vauxhall Astra GTE vorgestellt als drei- und fünftürige Limousine mit 85 kW/115 PS Leistung und serienmäßigem Fünfganggetriebe. Der Kadett GTE ist ausschließlich in den Farben schwarz, weiß, rot und silber lieferbar, der Astra in weiß mit Ton-in-Ton gehaltenen Karosserieapplikationen. Ab Januar ist der Kadett Caravan verfügbar mit Sonderausstattungen für Personen mit einer Behinderung

1984: Kürzere Getriebeabstufung beim Kadett GTE zugunsten besserer Beschleunigungswerte. Mit rund 2,1 Millionen Einheiten ist der Kadett D der zweiterfolgreichste Kadett nach dem B. Im Herbst Marktstart für den nachfolgenden Kadett (E) in aerodynamischer Stromlinienform

1986: Produktionsende für den Vauxhall Astra in Ellesmore Port zugunsten der nächsten Vauxhall-Astra-Generation

1991: Der erste „echte“ Astra löst den kompakten Kadett ab. Mit dem internen Baureihen-Buchstaben „F“ dokumentiert der Opel Astra F die direkte Fortführung der Opel-Kompaktklasse

2019: Opel feiert 25 Jahre Frontantrieb in der Kompaktklasse und 25 Millionen Einheiten in den Modellreihen Opel Kadett/Astra